Fischer-Art kreierte Logos – Markkleeberger Künstler unterstützen Landesgartenschau-Bewerbung
9. November 2010. Die Bewerbung der Stadt Markkleeberg um die Austragung der Landesgartenschau 2015 wird von den Markkleeberger Künstlern befürwortet und unterstützt. So hat sich der berühmte Maler Neo Rauch in die Unterschriftenliste pro Markkleeberg 2015 eingetragen. Rauch gilt als Begründer der so genannten „Neuen Leipziger Schule“ und erlangte mit seinen Werken Weltbekanntheit.
Besonderen Zuspruch erfährt Markkleeberg auch von einem anderen Einwohner der Stadt: Michael Fischer-Art. Nach Bekanntwerden des Markkleeberger Bewerbungsvorhabens kreierte Fischer-Art aus eigenem Antrieb heraus elf Logo-Entwürfe, die bei einer Austragung der Landesgartenschau in Markkleeberg zum Einsatz kommen könnten, und schickte sie an die Stadtverwaltung Markkleeberg.
Der Künstler, dessen Atelier sich in den Leipziger Brühlarkaden befindet, nahm sich Zeit für kurzes Interview zu seinem Engagement für die Landesgartenschau in Markkleeberg 2015:
Herr Fischer-Art, wieso setzen Sie sich für die Markkleeberger Bewerbung um die Landesgartenschau 2015 ein?
Fischer-Art: „Markkleeberg ist meine Heimatstadt und ich lebe gern hier, bin hier verwurzelt. Da versteht es sich von selbst, dass ich die Stadt unterstütze. Doch auch abgesehen davon befürworte ich die Bewerbung Markkleebergs um die Austragung der Landesgartenschau 2015 deswegen, weil ich schon seit einiger Zeit beobachte, wie sich die Stadt in den letzten Jahren entwickelt hat. Hier setzt man sich für die Menschen und die Umgebung ein. Der Leipziger Süden hat mit vielen Folgen des Braunkohlenabbaus zu kämpfen – und ich finde, Markkleeberg hat sich diesem Thema bisher sehr gut gestellt. Dennoch liegt hier noch viel Potenzial, das die Stadt ausschöpfen möchte.“
Sie haben Logos für die Landesgartenschau in Markkleeberg kreiert. Was hat Sie inspiriert?
Fischer-Art: „Ich habe mich mit dem Bewerbungskonzept beschäftigt und bewundere den Mut und die innovativen Ideen. Es wurde hier eine Planung vorgelegt, die Tradition und Moderne verbindet und die Region vielseitig vorantreiben kann. Das hat mich angesprochen: das zukunftsorientierte Denken, das aber die bekannte Agrar-Historie der Stadt nicht vergisst. Besonders am Herzen liegt mir die vorgeschlagene Tieferlegung der Bundesstraße 2, die den agra-Park mit seinen Markkleeberger und Leipziger Parkteilen wieder verbindet.“
Welche Bedeutung hätte die Landesgartenschau in Markkleeberg für die Region?
Fischer-Art: „Die gesamte Region im Süden von Leipzig wird schon seit Jahren stark gefördert – hier ist unheimlich viel passiert. Ich betrachte mit viel Freude, dass sich die Stadt bereits jetzt sehr für die Umgebung stark macht und Entwicklungsprozesse mit Weitblick aktiviert. Natürlich wäre die Landesgartenschau 2015 ein bedeutsames Projekt für die ganze Region, die von einer Landesgartenschau auf der agra ungemein profitieren könnte.“
Großen Rückhalt erfährt Markkleeberg außerdem vom Kunstverein Markkleeberg e.V.: „Wir vom Kunstverein Markkleeberg unterstützen die Markkleeberger Bewerbung um die Ausrichtung der Landesgartenschau 2015, weil auch wir uns sehr mit der Region verbunden fühlen und eine große Chance in einer derartigen Veranstaltung sehen“, sagt dessen Vorsitzende Maria-Luise Schulze. „Unsere Arbeiten sind stark von der Großen Kreisstadt und deren Umgebung beeinflusst, aus der Landschaft und den Menschen ziehen wir unsere Inspiration. Nicht zuletzt aus einem künstlerischen Blickwinkel haben wir auch ein besonderes Interesse an der Ästhetik der Landschaft und an der Schönheit der Landschaftsarchitektur. Die Entwicklung des Leipziger Neuseenlands etwa ist beispielhaft und zeigt, wie verantwortungsbewusst die Markkleeberger mit ihrer Region umgehen – hier bringen wir uns auch gern aktiv ein, haben etwa Steinskulpturen gefertigt, die am Ufer des Markkleeberger Sees aufgestellt wurden. So etwas ist natürlich auch für eine Landesgartenschau 2015 vorstellbar.“
